C/S35 Akku entladen zwecks Sensormodifikation

Dieses Thema im Forum "Software-Tuning" wurde erstellt von Stephan H, 20. Oktober 2006.

  1. Stephan H

    Stephan H Guest

    Hallo,

    Ich möchte an meinen S35 und C35 mittels Sensortool die Empfindlichkeit verändern. Derzeit gehen beide Telefone trotz geladenem Akku oft schon bei größerer Belastung (Netzsuche im Tunnel/Keller etc.) aus. Akkus sind beide fast neu (1/2 Jahr).

    Nun hat das C35 zumindest eine Funktion im Menü Einstellungen - Telefon - Akkupflege, die heißt "Akku entladen". Wähle ich das aus, kommt die Meldung "nicht notwendig". Sorry, aber ob das notwendig ist oder nicht, würde ich gerne selber entscheiden! Und für's Sensortool ist es laut Anleitung zur Ermittlung der Eckwerte schon notwendig.

    Frage: Wie bekomme ich den Akku (möglichst mit der Softwarefunktion) schonend entladen?

    Hoffe, der Beitrag ist in dieser Kategorie richtig. Am Ender möchte ich halt etwa 1 Woche Standzeit bei gelegentlichen Kurztelefonaten hinbekommen...

    Gruß & Danke im Voraus für alle Tipps,

    Stephan

    PS: Das S35 hat die Akkupflege-Funktion gar nicht.... :-(
     
  2. ritzthom

    ritzthom ....

    Welche Akkus betreibst du in den Geräten Noname oder Original Siemens ?

    Noname Akkus mit erhöhter Kapazität bringen meistens Probleme mit den Akkuwerten bei Siemens Geräten.

    Die Akkupflegefunktion bei den C35 gab es nur, da diese noch mit NimH Akkus ausgeliefert wurden, wo auch eine Akkupflegeversion Sinn macht. Ist in dem Gerät ein Lion Akku eingelegt, verweigert das Gerät auch logisch, die Entladefunktion.

    S35 wurden dann bereits mit Lion Akkus ausgeliefert, die keinen Memory Effekt haben.

    Wenn die Akkuwerte nicht mehr stimmen, dann bekommst du den über die Software sowieso nicht mehr sauber geladen und entladen.

    Zur Einstellung über das Sensortool hilft da nur, den Akku nur extern zu entleeren bis 3,6 Volt, bis auch normalerweise die Akkumeldung im Gerät anspringen würden. Bei vollgeladenen Akku beträgt die Spannung 4,2 Volt.
     
  3. Stephan H

    Stephan H Guest

    Hallo,

    Danke für die Hinweise. Was für Akkus ich benutze weiß ich gar nicht. Habe beide Telefone gebraucht übernommen und einen Akku im Zubehörgeschäft in GB gekauft. Vermute daher eher No-Name Akkus.

    Bei dem Versuch überhaupt etwas am Akkusensor zu machen, bin ich aber auf ein weiteres Problem gestoßen:

    Das Sensortool reagiert gar nicht auf das Einschalten des Telefons. Mit anderen Programmen kann ich mit dem vorhandenen (no-Name) Datenkabel prima Verbindung aufnehmen, hier aber funktioniert gar nichts. Kann also noch nicht mal Ist-Werte auslesen, da keine Verbindung (bei vollem, wie bei leerem Akku) zustande kommt.

    Meine Motivation, am Akkusensor was zu machen ist wie erwähnt die, daß meine beiden Siemens C35 und S35 jedesmal bei Kellerbesuchen bzw. schwachen Netzen ausgehen (mit davon aber nichts mitteilen).

    Gäbe es ggf. einen völlig anderen Weg, das zu ändern? Auch wenn ich halt öfters aufladen müßte, wäre mit ein Telefon lieber, das nicht ständig unvermittelt aus geht...

    Gruß
    Stephan
     
  4. ritzthom

    ritzthom ....

    Welche Kapazität die Akkus haben, ist ja auf den Akkus aufgedruckt. NoName Akkus erkennst du ja sofort, da der typische Siemens Aufdruck mit der S-... Nr. fehlt.

    Mit welchen Programmen funktioniert die Datenverbindung ?

    Vermute, das dein Datenkabel nicht flashfähig ist, deshalb bekommst du auch keinen Kontakt.

    Wie du das Datenkabel modifizieren kannst, findest du hier http://gsmfree.exa-tech.de/Siemens/usbdatenkabel.htm oder sich ein flashfähiges Datenkabel besorgen.

    Einen anderen Weg, über den Akkusensor gibt es nicht, man muss schon mit einem Datenkabel auf das Gerät zugreifen können, um es gegebenenfalls zu korrigieren.
     
  5. Stephan H

    Stephan H Guest

    Hallo,

    Danke für die Hinweise soweit!

    Ich habe das Datenkabel (ist demnach ein No-Name) an einem anderen Rechner mit dem Sensortool ausprobiert und et voila, es klappt! Das Telefon schaltet in den Servicemodus und reagiert somit. Der andere Rechner läuft unter WinXP, meiner unter Win98se (was ich auch so belassen will). Sind da irgendwelche Probleme in diesem Zusammenhang bekannt?

    Gruß
    Stephan
     
  6. ritzthom

    ritzthom ....

    Hast du unter XP die COM Ports mit userport freigeschaltet ?

    Könnte eventuell daran liegen, ansonsten funktioniert das Tool auch unter XP einwandfrei.
     
  7. Stephan H

    Stephan H Guest

    Hallo,

    Leider ist es genau anders herum: Unter XP funktioniert alles wunderbar, nur nicht unter 98se. Hatte ich vielleicht etwas mißverständlich ausgedrückt, sorry.

    Gruß
    Stephan
     
  8. ritzthom

    ritzthom ....

    Das Tool wurde ja damals noch unter WIN98 entwickelt, und läuft auch ohne Probleme auf WIN98, da ich alle alten Programme noch auf einen WIN98 Laptop laufen habe, und funktionieren ohne Probleme.

    Hast du WIN98 auf einen Laptop laufen oder auf welchen Rechner ?
     
  9. Stephan H

    Stephan H Guest

    Hallo Ritzthom,

    Habe beides probiert, sowohl einen alten Toshiba 410cdt (ok der kann nicht viel mit 24MB Ram), als auch einen PIII Rechner. Aber danke für den Hinweis, daß dieses Programm unter 98 entwickelt wurde. Dann suche ich mal in Richtung Com-Ports.

    Gruß
    Stephan
     
  10. Dein problem kommt von der Endstufe! Die Endstufe hat einen Haarriss, wodurch der Widerstand, den der Strom überwinden muss größer wird. Dies hat zur folge einen höheren Strom.

    Kommt jetzt noch eine Belastung hinzu, wie z.B. Tunnel muss das Handy noch mehr senden, was auch wieder einen höheren Strom bedeutet.

    Irgendwann ist der Strom dann so groß, dass der Akku zusammen bricht und du die Meldung "Akku leer" bekommst, obwohl dieser nicht leer ist.
     
  11. Raffi

    Raffi New Member

    Hallo,

    ich hab auch lange mit den Werten rumgebastelt, aber bringen tut es nicht wirklich was.
    Ich hab mir 2 Powerakkus besorgt, und lade die immer in einem externen Tischlader, wo man das Akku reinstellen kann.
    Nun hält es fast 14 Tage, das war unmöglich als ich es im Handy geladen hatte.

    Gruß
    Raffi
     
  12. Stephan H

    Stephan H Guest

    Update

    Hallo,

    Ich gebe mal ein Update. Habe jetzt mal Spannungswerte gemessen, ohne daß ich mit dem Sensortool gearbeitet habe:
    Akku hat 4,03V im Ruhezustand, eingeschaltet. Ändert sich aber auch nicht, wenn das Telefon aus ist.
    Bei Anruf geht er bis auf 3,97V runter. Interessant: Gehe ich in den Keller und geht das Telefon auf Netzsuche, bleibt der Akku bei 4,02V, es meldet sich aber der Batteriewarner, die Ladeanzeige geht auf "leer" und das Telefon geht aus. Wenn ich es in Netzreichweite wieder einschalte, ist alles wieder OK. Ladeanzeige steht dann bei 1/4 voll.
    Wie bringe ich das zusammen? Es bricht bei Netzsuche also keineswegs die Akkuspannung ein, was ich eigentlich erwartet hätte...
    Zu diesem getesteten Akku hier: Original Siemens Li-Akku.

    Gruß
    Stephan
     
  13. Raffi

    Raffi New Member

    Moin
    das hört sich nach defektem Akku an, das hatte ich schon öfter.
    Bestell dir einfach bei EBAY für 2 Euro ein neues.

    Raffi
     
  14. Stephan H

    Stephan H Guest

    Hallo,

    Nö Akku sollte zumindest einer von denen funktionieren. Habe aber inzwischen das Sensortool in Betrieb (bin auf nen anderen Rechner ausgewichen).
    Nun ergeben sich leider weitere Fragen:

    Ich erhalte keine Anzeige für VBattDSP :(

    Soweit ich es verstanden habe sind:
    VBattDSP = vom Telefon gemessene aktuemme Batteriespannung
    VBattDSP1 = oberer Grenzwert / geladene Batterie
    SpgY04V = digitale Umrechnung von VBattDSP1
    VBattDSP2 = unterer Wert/entladener Akku
    SpgY03V = digitale Umrechnung zu VBattDSP2

    Was bedeuten aber:
    SpgX0 = laut Anleitung mV Werte für Spannung V1 also den oberen Grenzwert also doch auch = SpgY04V bzw VBattDSP1 oder?!?. Wo besteht hier der Unterschied in der Funktion? Setze ich damit eine IST- oder SOLLspannung?
    SpgDelta = Größe des Spannungsbereiches (Konstante) zwischen oberem und unterem Grenzwert. Den kann ich aber unsinnigerweise unabhängig von den oberen und unteren Grenzwerten abändern. Welche Funktion haben also die Schwellenwerte/Grenzwerte im Gegensatz zum Deltawert? Sinnigerweise sollte ich wohl einen Wert von etwa 600 hier angeben, wenn 3,6V und 4,2V die üblichen Grenzwerte der Akkus sind. Aus dem C35 hatte ich 900 und dem S35 1001 als Originalwert für Delta ausgelesen...
    Weiß zudem Jemand, was die anderen Werte T... (Temperatur) für eine Funktion haben?

    Ich werde wohl noch etwas rumprobieren... und natürlich berichten, wenn ich selber nochwas rausfinde. Aber falls jemand schon Hinweise hat... :)

    Gruß
    Stephan
     
  15. Stephan H

    Stephan H Guest

    Problem gelöst: Deltawert

    Hallo zusammen,

    Ich antworte mir mal selbst, da ich inzwischen das Problem lösen konnte. Es war aber irgendwie ganz anders, als in der Anleitung beschrieben, aber vielleicht dies als kleiner Beitrag dazu:

    * Offensichtlich sind die Batteriewerte SpgY04V und SpgY05V vor allem die Schwellwerte zum Auslösen des Batteriealarms und zur Akkuanzeige.
    * Den "Nutzbereich" definiert offensichtlich der SpgDelta-Wert. Der ist werksseitig auf wohl auf Werte um 900 oder 1000 festgelegt. Ich habe ihn auf 600 heruntergesetzt et voila, das Telefon schaltet sich selbst bei schlechtestem Netzempfang nicht mehr von selbst ab, läßt den Akku wirklich leer werden und wird auch nicht heiß, wenn man es an den Ladestecker legt.

    Anbei bemerkt: Ich habe hier den ältesten der beiden Akkus, den ich eigentlich schon für tot erklärt hatte...
    Telefon war das S35. Das C35 bekommt demnächst diese Auffrischung auch noch.

    Gruß
    Stephan